- Die Erdwächter-







Die Aufgaben der Erdwächter

Durch ihr Leben im Einklang und Harmonie mit Riens Gesetzen sind sie stets darauf bedacht, diese Harmonie zu wahren. Sie gehen gegen Frevel an der Natur und Ihren Geschöpfen mit äußerster Bestimmtheit vor.
Auch setzen sie sich aktiv für die Herrin ein indem sie den Glauben an Sie zu den Völkern tragen. Sie versuchen, dem Volke die segensspendende Kraft Riens bewußt zu machen, ihm die Augen für Ihre Schöpfung zu öffnen und auf den Segen ihrer ständigen Präsenz hinzuweisen.

Der Werdegang

Oftmals waren es Kinder, die an die Schwelle des Tempels gelegt worden waren und so ward es ihr Schicksal geworden fortan unter der führenden, schützenden Hand der Geweihten Riens erzogen und geführt zu werden. Das sie von Anbeginn auf und in dem Willen der Herrin aufwuchsen, entwickelten sie meist ein sehr starkes Bewußtsein und die Eigenschaft, besonders empfänglich für die Wünsche Riens zu sein. Doch auch ältere Kinder und Erwachsene kamen aus verschiedenen Beweggründen zum Tempel und baten, in den Dienste der Herrin eintreten zu dürfen. Sodann denn Ihre Gedanken rein und ihre Beweggründe ehrenhaft waren, wurde ihnen die Gnade zuteil, ihr Leben fortan in den Dienste Riens zu stellen.

Das Wesen der Erdwächter

Im Wesen, werden die Erdwächter dem, Ihrer Herrin oft schon während Ihrer Ausbildung und im weiteren Leben zunehmend ähnlicher.
Alte Aufzeichnungen erzählten von einer Begebenheit, als ein wilder, haltloser Junge der sich, außer durch gewalttätiges Verhalten in seiner Umgebung, durch nichts auszeichnete, von dessen Eltern, die sich nicht mehr zu helfen wußten, zu dem einstmaligen Hochgeweihten Riens gebracht wurde. Der Knabe wehrte sich mit Händen und Füßen, verweigerte Essen und sprach kein Wort zu dem Geweihten. Dieser ließ den Knaben ohne weiteres Wort und ohne ihm Beachtung zu schenken gewähren, achtete jedoch darauf, daß dieser ihn und sein Tun stets beobachten konnte.
Nach und nach legte der Knabe seine aggressive Haltung ab, und nahm etwas der angebotenen Nahrung zu sich. Mißtrauisch beobachtete er den Geweihten bei dessen Arbeit, doch sprach er weiterhin kein Wort und fühlte er sich beobachtet, zog er sich, scheinbar uninteressiert an seiner Umgebung, wieder zurück.
So vergingen viele Monate, weder der Geweihte, noch der Knabe sprachen auch nur ein Wort zueinander, und doch ward zu spüren, daß sich der Knabe mehr und mehr für die Arbeit des Geweihten zu interessieren begann und ihn aufmerksamer beobachtete. Eines Tages stand er, während der Geweihte im Garten tätig war, plötzlich an seiner Seite. Er sprach kein Wort, beobachtete ihn nur. Der Geweihte sah auf, blickte ihm ohne ein Wort in die Augen und fuhr mit seiner Arbeit fort. Fortan begleitete ihn der Junge bei all seinen Arbeiten, folgte ihm mit flinken Augen in denen reges Interesse zu bemerken war. Er stand mit dem Geweihten auf, verbrachte den Tag mit ihm und aß gemeinsam mit ihm zu Abend. Im laufe der Wochen, fing er an, dem Geweihten bei einfachen Tätigkeiten ohne Aufforderung zur Hand zu gehen. Er reichte ohne dazu aufgefordert zu werden, die richtigen Arbeitsgeräte und holte verschiedenste Dinge von ihren Plätzen oder brachte sie dorthin zurück.
Auch auf den Wanderungen nahm der Geweihte den Jungen mit, niemals sprach er dabei, gab nur Zeichen mit der Hand, wenn er wollte, daß der Junge besonderes Augenmerk auf etwas legte. Jedes Mal reagierte der Junge auf dessen Zeichen, nickte wenn er verstand oder bedachte den Geweihten mit einem fragenden Blick, wenn er die Bedeutung des gezeigten nicht zu erkennen vermochte. Auch auf seinen Wegen zu den Menschen in die Städte ward der Junge nun stets an der Seite des Geweihten und wer sie sah, wunderte sich, denn sie schienen sich ohne Worte zu verstehen, so erweckte es den Eindruck.
Eines Tages, als der Geweihte von einer langen Reise mit dem Jungen wieder zu dem Tempel zurückkehrte, nahm ihn der Junge bei der Hand. Er blickte ihn an und sagte leise, aber mit klarer Stimme:“ Ich möchte so werden wie Ihr, Herr“. Der Geweihte nickte nur mit einem leichten, liebevollen Lächeln und ging mit dem Jungen an der Hand zum Tempel. All die Gewalt, Bosheit und Widerspenstigkeit war von dem Jungen in dieser Zeit abgefallen. Er ward ruhig, bedacht, hellhörig und Ausgeglichen geworden. Die Beiden blieben zeitlebens zusammen, nie wurde berichtet, daß jemals von irgend jemandem beobachtet worden wäre, daß die beiden je ein Wort gewechselt hätten. Als der Geweihte eines Tages starb, übernahm der zum Manne herangewachsene Junge die Leitung des Tempels und er wurde in späteren Jahren bekannt und geliebt, gleichermaßen bei Geweihten und Gläubigen und viele Zöglinge, die durch ihn eine Ausbildung erfuhren, zogen hinaus in die Welt und verbreiteten die Kunde von der Herrin Rien, und stets waren sie schweigsam und ein Leuchten in Ihren Augen.
Die Geschichte mag uns vielleicht erkenntlich machen, daß es nicht die offenbaren Zeichen oder Eigenschaften sind, die jemanden zu einem guten Geweihten machen, sondern oft sind es dessen innere Eigenschaften, welche erst in der Ausbildung an dessen Oberfläche gebracht werden. Diese zu entdecken und zu beurteilen liegt im Ermessen des Geweihten und er alleine entscheidet, ob der Boden für die Ausbildung bereitet ist.

Kleidung

Erdwächter tragen gerne naturfarbene Kleidung, meist Roben oder ähnliches. Man sagt, daß sich die Kleidung der Erdwächter nach der Jahreszeit färbt und wenn sich ihr Leben zum Ende neigt, soll ihr Gewand die Farbe der Blätter im späten Herbst bekommen. Die Roben bestehen aus einem leichten, feingewebten Stoff, denn sie mögen es nicht, von dicken groben Stoffen eingeengt zu werden. Sobald es die Temperaturen im Frühling erlauben, sind die Geweihten Riens in der Regel barfuß zu sehen, denn sie lieben den direkten Kontakt mit dem Boden.
Ihr Aussehen ist sehr naturbelassen, so haben sie oft langes Haar und einen langen Bart, der
sich wie die Farbe ihres Gewandes im Laufe ihres Lebens färbt, wie die Farbe der Blätter der Bäume. Sonst sind Erdwächter ein wenig kleiner als normale ihres Volkes.

 

 

 

 

 

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